Foto- Roadtrip Toskana

9 Tage / 2377 km

Unsere erste Tour führt uns in die Toskana, die landschaftlich zu den fotografisch reizvollsten Gegenden in Italien zählt. Wir sind schon ganz nervös, da es unsere erste richtige Tour mit unserem Van „Rico“ ist.

Meine Landschaftsbilder von dieser Tour findet ihr hier!!. Schnappschüsse von der Tour könnt ihr weiter unten anschauen.  

Tag 1

Wir sind am späten Nachmittag, nach der Arbeit bei Starkregen gegen 15:40 Uhr gestartet und haben noch schnell eine Gasflasche gekauft, bevor es auf die Autobahn ging. Ziel ist ein Stellplatz nahe Bozen. Wir wollten noch über den Brenner, da in der Nacht Schneefall angesagt war. In Österreich hörte der Regen auf und ich dachte wir kommen bei trockenem Wetter an. Aber leider hat es wieder sehr stark am Brenner geregnet und wir kamen gegen 21:30 Uhr am Stellplatz in Eppan an. Leider mussten wir feststellen, dass er voll war und wir versuchten unser Glück am Kalterer See, wo wir auch erfolg hatten.

Tag 2

Nach dem Frühstück ging es gleich los und wir kamen dann gegen 14 Uhr am Campingplatz in San Gimignano bei Sonnenschein an. Wir fuhren gleich mit dem Citybus direkt vor dem Campingplatz in die Stadt und machten einen kleinen Rundgang durch die enge schmalen Gassen der Stadt. Am Abend machten wir es uns in unserem Rico bequem und gingen zeitig ins Bett.

Tag 3

Heute ging es ins Val d´Orcia. Für Fotografen ist diese Gegend ein Highlight. Nach etlichen Fotostops und vielen Fotos suchten wir in San Quirico d´Orcia den Stellplatz für die Nacht. Aber wir fühlten uns da nicht so wohl und unser Bauchgefühl sagte uns, dass wir was anderes suchen sollten. So landeten wir in Montepulciano auf dem Stellplatz. Nach der Ankunft ging es in die Altstadt, wo zum Glück wenig los war.

 

Route

Unsere TOP Highlights

Fotospots

TOP Fotospots

San Gimignano - Val d´Orcia - Podere Belvedere - Saturnia
Val d´Orcia

Tag 4

Wir standen gegen 5 Uhr auf und machten uns schnell einen Kaffee. Gefrühstückt wird erst nach unserem Fotostop. Im Morgengrauen ging es los zum Podere Belvedere den wir dank GPS Koordinaten schnell gefunden haben. Bei der Ankunft kurz vor 7 Uhr, sahen wir, dass schon einige Fotografen vor Ort waren und es wurden immer mehr. Langsam ging die Sonne auf und die ersten Sonnenstrahlen hüllten die Hügellandschaft in ein magisches Licht. Nachdem alles fotografiert war, ging es gleich zum nächsten Spot und dann wurde endlich gefrühstückt. Wir klapperten zahlreiche Spots ab. Als wir durch die hügelige Landschaft der Toskana fuhren, zum Teil auf Schotterstrassen ging es durch die interessante Landschaften, bis wir das Dorf Pitigliano erreichten. Das Dorf wurde auf Tuffsteinfelsen erbaut und ist ein Fotostop wert. Unweit entfernt liegt unser Stellplatz in Saturnia. Saturnia ist bekannt für das Thermalbecken mit seinen Cascaden, wo wir unbedingt am frühen Morgen fotografieren wollten. Nach der Ankunft auf dem großen Stellplatz erreichten wir nach 17 Gehminuten die Cascaden mit dem Thermalwasser, die total überfüllt waren mit Badegästen. 

Tag 5

Gegen 6:30 Uhr liefen wir die 17 Minuten zu den Cascaden und wir waren mit einem anderen Pärchen die einzigsten. Um auf die andere Seite zu gelangen, mussten wir den Bach überqueren, was barfüßig bei dem warmen Wasser kein Problem war. Da es noch sehr frisch war, dampfte die Luft ordentlich. Die Sicht war leider nicht immer gut zum fotografieren. Die Sonne ging nun auf und die Sonnenstrahlen durchbrachen die Dampfschwaden. Es sah sehr mystisch aus und das Licht war genial. Als wir fertig waren, ging es zum Rico zurück und es wurde endlich gefrühstückt.

Wir verlassen die Gegend und fuhren der Küste entlang nach Pisa, um dort eine Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen. Er liegt nur 15 Minuten vom Zentrum entfernt. Wir fanden es dort sicherer als auf einem Parkplatz zu übernachten. Nach der Ankunft gingen wir gleich in die Stadt und zum schiefen Turm. Es war trotz der Jahreszeit schon einiges los und zum fotografieren einfach zu viele Menschen. Deshalb schauten wir uns die Altstadt an und kehrten in ein Restaurant ein, um etwas zu essen. Danach machten wir einen zweiten Versuch, den Turm mit weniger Menschen zu fotografieren. Gegen 17 Uhr war schon wieder weniger los. Dadurch hatten wir dann die Gelegenheit ein paar Fotos zu schießen. Unserer Meinung nach ist Pisa nicht gerade eine schöne Stadt. Man muss sie nicht unbedingt gesehen haben. Bevor es dann zurück zum Campingplatz ging, haben wir noch schnell ein paar Lebensmittel gekauft. Somit war das Abendessen gesichert.

Podere Belvedere
Saturnia Cascaden
Pisa

Tag 6

Wir verließen die Toskana und fuhren für zwei Nächte nach Ligurien, in die Region Cinque Terre. Unser Ziel war ein Campingplatz in Levanto. Es ging von Pisa auf die Autobahn  nach La Spezia und dann weiter die Küste entlang bis nach Levanto. Die Zufahrt zu unserem Platz war sehr schmal. Zudem mussten wir feststellen, dass der Campingplatz geschlossen hatte. Laut unserer App hätte er offen sein müssen. Aber da wird gerade ein neues Gebäude gebaut und es sieht auch nicht so aus, als ob er dieses Jahr noch öffnen würde. Wir versuchten unser Glück beim nächsten Campingplatz und ergatterten noch früh am Tag einer der letzten freien Stellplätze. Der Platz war in die Jahre gekommen und sehr einfach, aber das nötigste war vorhanden. Da es noch früh am Tag war, gingen wir in das Städtchen Levanto und an den Strand, wo wir dann in einer Beachbar einen Kaffee und ein Bierchen tranken. Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch ein Eis, dass besonders gut geschmeckt hatte. Für den Abend holten wir uns noch eine Flasche Wein um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Am Campingplatz angekommen, sahen wir, dass er jetzt voll belegt war. Da hatten wir echt Glück gehabt.

Pisa
Cinque Terre

Tag 7

Gegen 8 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Die Tickets für den Zug durch die Cinque Terre und dem Nationalpark hatte ich bereits zuhause schon gebucht und ausgedruckt. Nach 10 Minuten standen wir bereits auf dem Bahnsteig und warteten auf den Zug, der uns nach Monterosso brachte. Von hier aus ging es los zu einer Küstenwanderung nach Vernazza. Angegeben war die Wanderung mit ca. 2 Stunden und hat eine Länge von 2,8 km. Gleich zu beginn mussten wir sehr sehr viele Treppen steigen und es war schon anstrengend mit der ganzen Fotoausrüstung auf dem Rücken. Wir benötigten fast 3 Stunden wegen kleineren Pausen und Fotostops. Kurz vor Vernazza ging es wieder unzählige Treppen hinunter und auch im Ort musste man viele Treppen steigen. Wir machten in einem Restaurant halt um uns zu stärken, bevor es mit dem Zug nach Corniglia ging. Dort ausgestiegen sahen wir wieder unzählige Treppen, die hoch zum Ort gingen. Es waren 382 Stufen zum Ort, die wir auch wieder hinunter mussten. Von Corniglia hat man einen herrlichen Ausblick auf die Küste und das Meer. Der nächste Stop war Manarola, es führte ein Tunnel vom Bahnsteig in den Ort. Aber auch hier musste man, wenn man eine schöne Sicht auf den Ort haben möchte Treppen steigen. Weiter ging es zum letzten Ort Riomaggiore den man auch bequem durch einen Tunnel vom Bahnsteig aus erreichen kann. Aber im Ort angekommen geht es wieder Treppen hoch und runter. Gegen 17 Uhr stiegen wir in den Zug, der uns nach Levanto brachte. Nach gefühlten 2000 Treppen waren wir froh, wieder auf dem Campingplatz zu sein.

Tag 8

Jetzt geht es schon wieder Richtung Norden. Geplant war eine Übernachtung am Gardasee,  aber da Karfreitag war und im Internet schon viele geschrieben hatten, dass die Campingplätze und Stellplätze voll sind, haben wir entschieden einen Campingplatz in den Dolomiten anzufahren. Diesen Platz in Pozza di Fassa besuchten wir immer sehr gerne und wir fühlten uns dort immer sehr wohl. Der Ideale Platz um unsere Reise zu beenden.

Tag 9

Die letzte Etappe begann erstmal mit Stau am Brenner. Die Fahrt zieht sich wie Kaugummi und es dauerte lange, bis wir in Innsbruck waren. Kurz vor der Grenze nach Deutschland machten wir eine Pause und tranken noch Kaffee. Danach ging es direkt nach Hause.

Campingplatz Vidor